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[Motorsport Studie] Drift

Drifter sind relativ unabhängige Rennfahrer, sie benötigen nicht zwingend Unterstützung etwa durch ein Team – gleichzeitig wird aber hoch geschätzt, in welchem Maß sich die einzelnen Teilnehmer untereinander unterstützen. Die Sponsorensuche gilt auch hier als schwierig – driftende Fahrzeuge sind zwar ein beliebtes Stil- und Werbemittel, eine konkrete Unterstützung der Disziplin bleibt allerdings leider häufig aus.

Fahrzeug: Das typische Wettbewerbsfahrzeug im Drift ist der 3er BMW, beispielsweise in den Ausführungen 323ti/325i/328i oder M3. Hinzu kommen verschiedene Hinterrad- oder allradgetriebene Fahrzeuge beispielsweise der Marken Nissan, Mazda oder Lexus.

Fahrzeugkosten: 2.00030.000 €, ∅ 7.642,86 €

Diese Fahrzeuge werden im Mittel 3 bis 4 Saisonen lang gefahren.

Zu Beginn fallen zusätzlich Kosten für Fahrerausrüstung (Helm, Bekleidung) sowie Werkzeug etc. an, die einmaligen / unregelmäßigen Kosten beziffern sich somit zu 2.70042.500 €, 10.048,57 €.

Die sich aus rechtlichen (Lizenzen etc.) und Fahrzeuginvestitionen ergebenden laufenden Kosten pro Saison betragen 51120.000 €, ∅ 4.458 €.

Hinzu kommen laufende Kosten pro Wettbewerb, etwa Startgeld, Treibstoff und Verschleißmaterial, die im Bereich 215 8500 €, ∅ 1.639,62 liegen.

BMW als beliebte Basis - hier auf dem GTRS Circuit Mérignac Bordeaux (CC BY 2.0 Grand Parc - Bordeaux, France)

BMW als beliebte Basis – hier auf dem GTRS Circuit Mérignac Bordeaux (CC BY 2.0 Grand Parc – Bordeaux, France)

Pro Saison werden durchschnittlich 6,21 Bewerbe gefahren – multipliziert mit den Kosten pro Bewerb zuzüglich der saisonell anfallenden Kosten ist somit mit laufenden Kosten von  1.845 72.770,83 €, ∅ 14.437,95 € pro Saison zu rechnen.

Bei den saisonellen Kosten fallen teils extreme Unterschiede auf – was einerseits bedeutet, dass einzelne Teilnehmer durch hohe Investitionen den Durchschnittswert heben, andererseits aber auch dass mit teilweise wesentlich geringerem Budget in dieser Kategorie gefahren werden kann. Dennoch sind auch bei teilweise geringen Einstiegskosten die verhältnismäßig hohen laufenden Kosten nicht zu unterschätzen.

Sponsoring: Von den sich ergebenden Gesamtkosten können zwischen 0 und 90%, durchschnittlich aber 16,50% durch Sponsoring abgedeckt werden.

Transport: 35,71% der Befragten gaben an, im Wettbewerbsfahrzeug zu den Rennen anzureisen – das ist (nach Slalom) der höchste Wert in dieser Umfrage und demonstriert, dass man nicht gezwungenermaßen eine Transportmöglichkeit für das Fahrzeug benötigt. Dennoch nutzt der Großteil mit 57,14% ein Zugfahrzeug mit Transportanhänger, die restlichen 7,14% weitere Fahrzeuge (z.B. Werkstattwagen).

Ein Teilnehmer der Pattaya drift competition, Thailand 2012 (CC BY-SA 2.0 by calflier001 auf flickr)

Ein Teilnehmer der Pattaya drift competition, Thailand 2012 (CC BY-SA 2.0 by calflier001 auf flickr)

Die folgenden Tabellen geben einen Überblick darüber, wie sich die durchschnittlich anfallenden Kosten im direkten Vergleich zu den anderen erhobenen Motorsportdisziplinen verhalten.

Durchschnittliche Initialkosten Drift im direkten Vergleich (Quelle Bachelorarbeit, CC-BY-NC-SA 4.0 by Irmtraut Meister)

Durchschnittliche Initialkosten Drift im direkten Vergleich (Quelle Bachelorarbeit, CC-BY-NC-SA 4.0 by Irmtraut Meister)

Durchschnittliche laufende Kosten pro Saison Drift im direkten Vergleich (Quelle Bachelorarbeit, CC-BY-NC-SA 4.0 by Irmtraut Meister)

Durchschnittliche laufende Kosten pro Saison Drift im direkten Vergleich (Quelle Bachelorarbeit, CC-BY-NC-SA 4.0 by Irmtraut Meister)

Übersicht Disziplinen / Worum geht es hier? -> [Motorsport Studie] Einstieg in den Motorsport

* Qualitative Aussagen dieser Art gehen aus der Auswertung des Fragebogens hervor, siehe Anhang der zugrundeliegende Bachelorarbeit.

[Motorsport Studie] Bergrennen

Fahrern von Bergrennen ist die Arbeit am eigenen Fahrzeug überdurchschnittlich wichtig, gleichzeitig fällt die Akzeptanz von wettbewerbsbedingten Schäden am Fahrzeug besonders gering aus – mit anderen Worten, einem gepflegten Fahrzeug wird ein hoher Stellenwert beigemessen, und entsprechend gerne Zeit dafür aufgebracht.*

Die Chancengleichheit für Teilnehmer mit niedrigerem Budget wird jedoch tendenziell pessimistisch eingeschätzt, zudem gilt die Sponsorensuche als problematisch.

Fahrzeug: unterschiedliche in div. Klassen, unter den günstigeren Fahrzeugen z.B. Suzuki Swift und VW Golf.

Fahrzeugkosten: 1.50045.000 €, ∅ 17.857€

Diese Fahrzeuge werden im Mittel über zehn Saisonen lang gefahren.

Zu Beginn fallen zusätzlich Kosten für Fahrerausrüstung (Helm, Bekleidung) sowie Werkzeug etc. an, die einmaligen / unregelmäßigen Kosten beziffern sich somit zu 2.50057.000€, 24.575€.

Die sich aus rechtlichen (Lizenzen etc.) und Fahrzeuginvestitionen ergebenden laufenden Kosten pro Saison betragen 1.6005.500 €, ∅ 2.720 €.

Hinzu kommen laufende Kosten pro Wettbewerb, etwa Startgeld, Treibstoff und Verschleißmaterial, die im Bereich 200 950 €, ∅ 432 € liegen.

Impression vom Gurston Down Speed Hillclimb 2013 (CC BY 2.0 by Ian Kirk)

Impression vom Gurston Down Speed Hillclimb 2013 (CC BY 2.0 by Ian Kirk)

Pro Saison werden durchschnittlich 9 Bewerbe gefahren – multipliziert mit den Kosten pro Bewerb zuzüglich der saisonell anfallenden Kosten ist somit mit laufenden Kosten von  3.40014.050 €, ∅ 6.608 € pro Saison zu rechnen.

Auch hier gibt es große Unterschiede zwischen den Ausgaben einzelner Teilnehmer – Bergrennen werden mit den unterschiedlichsten Fahrzeugen zwischen Oldtimer und Formelwagen bestritten. Dennoch fallen auch im Durchschnitt im unmittelbaren Vergleich verhältnismäßig geringe laufende Kosten an – sogar geringer als im Slalom. Zudem werden die Fahrzeuge überdurchschnittlich lange eingesetzt.

Bei Bergrennen gibt es (ebenso wie beispielsweise bei Rallye und Tourenwagen) historische Bewerbe, bei denen die Kosten analog geringer ausfallen dürften.

Sponsoring: Von den sich ergebenden Gesamtkosten können zwischen 10 und 80%, durchschnittlich aber 24% durch Sponsoring abgedeckt werden.

Transport: 20% der Befragten gaben an, im Wettbewerbsfahrzeug zu den Rennen anzureisen. 60% nutzen ein Zugfahrzeug mit Transportanhänger, die restlichen 20% weitere Fahrzeuge (z.B. Werkstattwagen).

Peter Richter im VW Polo beim Eichenbühl Hillclimb 2012 (CC BY-SA 3.0 by DoomWarrior via Wikimedia Commons)

Peter Richter im VW Polo beim Eichenbühl Hillclimb 2012 (CC BY-SA 3.0 by DoomWarrior via Wikimedia Commons)

Die folgenden Tabellen geben einen Überblick darüber, wie sich die durchschnittlich anfallenden Kosten im direkten Vergleich zu den anderen erhobenen Motorsportdisziplinen verhalten.

Durchschnittliche Initialkosten Bergrennen im direkten Vergleich (Quelle Bachelorarbeit, CC-BY-NC-SA 4.0 by Irmtraut Meister)

Durchschnittliche Initialkosten Bergrennen im direkten Vergleich (Quelle Bachelorarbeit, CC-BY-NC-SA 4.0 by Irmtraut Meister)

Durchschnittliche laufende Kosten pro Saison Bergrennen im direkten Vergleich (Quelle Bachelorarbeit, CC-BY-NC-SA 4.0 by Irmtraut Meister)

Durchschnittliche laufende Kosten pro Saison Bergrennen im direkten Vergleich (Quelle Bachelorarbeit, CC-BY-NC-SA 4.0 by Irmtraut Meister)

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass die Auswertung von Bergrennen nur wenigen Antworten zugrundeliegt – daher kann nichts über die Repräsentativität ausgesagt werden.

Übersicht Disziplinen / Worum geht es hier? -> [Motorsport Studie] Einstieg in den Motorsport

* Qualitative Aussagen dieser Art gehen aus der Auswertung des Fragebogens hervor, siehe Anhang der zugrundeliegende Bachelorarbeit.

[Motorsport Studie] Autocross / Rallycross

Im Autocross / Rallycross wird der Unterstützung durch das Team und/oder dem Freundeskreis ein hoher Stellenwert eingeräumt. Der Spaß am Fahren wird genauso hoch bewertet wie die Möglichkeit, selbst am Fahrzeug Hand anzulegen. Die Akzeptanz dafür, dass Wettbewerbsfahrzeuge Dellen davontragen können, ist hoch – und auch Fahrern mit kleinerem Budget haben in der Einschätzung der aktiven Sportler gute Erfolgschancen*.

Fahrzeug: unterschiedliche in div. Leistungsstufen, z.B. Peugeot 106; auch Buggy-Klassen

Fahrzeugkosten: 5.00010.000 €, ∅ 6.750 €

Diese Fahrzeuge werden im Mittel vier Saisonen lang gefahren.

Zu Beginn fallen zusätzlich Kosten für Fahrerausrüstung (Helm, Bekleidung) sowie Werkzeug etc. an, die einmaligen / unregelmäßigen Kosten beziffern sich somit zu 6.09916.000 €, 9.991,33 €.

Die sich aus rechtlichen (Lizenzen etc.) und Fahrzeuginvestitionen ergebenden laufenden Kosten pro Saison betragen 55015.000 €, ∅ 5.283,33 €.

Hinzu kommen laufende Kosten pro Wettbewerb, etwa Startgeld, Treibstoff und Verschleißmaterial, die im Bereich 400 2.000 €, ∅ 1.000 € liegen.

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Lancia Delta HF Integrale bei der deutschen Rallycross Meisterschaft 2009 (CC BY 2.0 by go_nils via flickr)

Pro Saison werden durchschnittlich 7,5 Bewerbe gefahren – multipliziert mit den Kosten pro Bewerb zuzüglich der saisonell anfallenden Kosten ist somit mit laufenden Kosten von  350030.000 €, ∅ 12.783,33 € pro Saison zu rechnen. Dabei ist zu beachten, dass gerade bei den laufenden Kosten große Unterschiede zwischen den Teilnehmern bestehen (einzelne Ausreißer heben den Mittelwert) – für die meisten  Fahrer dürften somit pro Saison geringere Kosten als der errechnete Durchschnitt anfallen.

Sponsoring: Die genaue Auflistung, wie sich diese Kosten aus den Antworten ergeben, findet sich in der Bachelorarbeit*. Von den sich ergebenden Gesamtkosten können durchschnittlich 60% durch Sponsoring abgedeckt werden.

Transport: Die Wettbewerbsfahrzeuge im Autocross / Rallycross werden nicht im Straßenverkehr gefahren, daher geben 75% der Befragten an, ein Zugfahrzeug mit Transportanhänger zu benötigen – 25% benötigen weitere Fahrzeuge (z.B. Werkstattwagen).

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Autocross Bewerb Argentinien 2011 (CC BY-SA 3.0 by Autocrossbahia)

Die folgenden Tabellen geben einen Überblick darüber, wie sich die durchschnittlich anfallenden Kosten im direkten Vergleich zu den anderen erhobenen Motorsportdisziplinen verhalten.

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Durchschnittliche Initialkosten Autocross / Rallycross im direkten Vergleich (Quelle Bachelorarbeit, CC-BY-NC-SA 4.0 by Irmtraut Meister)

Durchschnittliche laufende Kosten pro Saison Autocross / Rallycross im direkten Vergleich (Quelle Bachelorarbeit, CC-BY-NC-SA 4.0 by Irmtraut Meister)

Durchschnittliche laufende Kosten pro Saison Autocross / Rallycross im direkten Vergleich (Quelle Bachelorarbeit, CC-BY-NC-SA 4.0 by Irmtraut Meister)

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass es einige Disziplinen gibt, bei denen nur wenige Antworten vorliegen – Autocross / Rallycross ist eine davon, daher sind Aussagen betreffend der Repräsentativität nur vorsichtig zu treffen.

Bei Interesse an Autocross ist beispielsweise der ÖMSV Autocross sicher eine gute Anlaufstelle. Weitere Tipps, Links und Kommentare sind willkommen!

Übersicht Disziplinen / Worum geht es hier? -> [Motorsport Studie] Einstieg in den Motorsport

* Qualitative Aussagen dieser Art gehen aus der Auswertung des Fragebogens hervor, siehe Anhang der zugrundeliegende Bachelorarbeit.

[Motorsport Studie] Einstieg in den Motorsport

Bisherige Artikel in dieser Serie (tbd, laufend erweitert):


Zugegeben – als ich vor der Aufgabe stand, ein interessantes nicht-technisches Thema für die erste Bachelorarbeit zu finden, war ich zunächst etwas ratlos – bis mir dann doch eine Fragestellung eingefallen ist, die für mich und vielleicht auch den einen oder anderen ganz interessant sein könnte: den nötigen Finanzierungsaufwand im österreichischen Automobil-Breitensport.

Motorsport wird ja häufig als für den Durchschnittsverdiener finanziell nicht tragbar wahrgenommen – dabei gibt es eine Vielzahl von Motorsport-Breitendisziplinen, häufig sogar in einem kleinen Ortsverein ganz in der Nähe, in denen ein enthusiastischer Amateurfahrer durchstarten kann.

Autocross, England 2005 (CC BY-SA 2.0 by Ian Cowie)

Autocross, England 2005 (CC BY-SA 2.0 by Ian Cowie)

Ziel meiner Arbeit war es u.A.*, herauszufinden, mit welchen Kosten ein Einsteiger rechnen muss, um in einer bestimmten Disziplin an den Start zu gehen und regelmäßig wettbewerbsfähig teilzunehmen. Dazu wurden veranstaltende Vereine nach OSK-Liste kontaktiert sowie eine Facebook-Kampagne gestartet, um möglichst viele aktive Motorsportler in Österreich zu erreichen und bezüglich folgender Kostenpunkte in ihrer Disziplin zu befragen:

  • Einmalkosten: Fahrzeug, Ausrüstung, …
  • Laufende Kosten / Saison: Lizenzen, Investitionen und Reparaturen, …
  • Laufende Kosten / Bewerb: Startgeld, Treibstoff, …

Die laufenden Kosten pro Wettbewerb multipliziert mit der durchschnittlichen Anzahl gefahrener Bewerbe pro Saison, zuzüglich den saisonal anfallenden Kosten ergeben einen Schätzwert der laufenden Kosten pro Saison, mit denen ein Fahrer rechnen muss.

Zusätzlich wurden finanziell relevante Fragen gestellt, z.B. zu prozentual durch Sponsoring abdeckbaren Kosten bzw. in welcher Form die Anreise zu den Bewerben erfolgt (Anfahrt im Wettbewerbsfahrzeug vs. Transportanhänger und/oder weitere Fahrzeuge nötig).

Beliebt und auch finanziell attraktiv: historische Rennen (CC BY-SA 2.0 DE by Lothar Spurzem)

Beliebt und auch finanziell attraktiv: historische Rennen (CC BY-SA 2.0 DE by Lothar Spurzem)

Wie angekündigt, möchte ich die Ergebnisse dieser Studie hier veröffentlichen, die etwa dem ambitionierten Einsteiger als Orientierungshilfe dienen können, was kostenmäßig auf ihn zu kommt, wenn er sich diesem Hobby widmet – aber auch, welche Möglichkeiten es gibt, um auch mit kleinem Budget (z.B. ohne viel Risiko mit dem Alltagsfahrzeug) in den Motorsport einzusteigen. Dazu folgen in den nächsten Tagen regelmäßig Artikel zu einzelnen Disziplinen.

Die Arbeit selbst ist natürlich auch unter Creative Commons verfügbar und kann hier heruntergeladen werden.

Beliebteste Einstiegsdisziplin: Slalom (CC BY-NC-SA 2.0 Carlos Sánchez Hernández)

Beliebteste Einstiegsdisziplin: Slalom (CC BY-NC-SA 2.0 Carlos Sánchez Hernández)

Abschließend noch ein Tipp: eine gute erste Anlaufstelle für Informationen zum Motorsport in Österreich ist sicher die Oberste Nationale Sportkommission. Hier findet sich u.A. der Österreichische Motorsportkalender sowie eine Veranstalterliste dieser Bewerbe, darunter viele Ortsvereine. Der Kontakt zu einem nahegelegenen Verein ist sicher eine der besten Möglichkeiten, sich zu orientieren und erste Motorsportluft zu schnuppern.

In dem Sinne, viele Grüße und weiterhin viel Spaß am Fahrzeug,

Irmi

* leider war die Fragestellung meinem Professor nicht wissenschaftlich genug, daher die Einbettung in Marketing-Themen samt zugehöriger Theorie. Ich verkneife mir mal Kommentare zur Wissenschaftlichkeit von Marketing …

[Top Chip] Texas Instruments TPS2592BA / BL eFuse Überspannungsschutz

Ich musste eine kleine Schaltung mit einem Atmel AVR vor Schäden durch unsachgemäßen Anschluss durch Laien (freundlich ausgedrückt) schützen. Dazu habe ich den TPS2592BA von Texas Instruments ausprobiert und erfolgreich getestet.

Prinzipiell handelt es sich um einen “intelligent” angesteuerten FET mit Unterspannungsüberwachung, Strombegrenzung (einstellbar, aber recht ungenau) inklusive Anstiegsratenbegrenzung (Slew Rate klingt viel besser…) und – jetzt kommts – einen Überspannungsschutz, der die Ausgangsspannung auf 6.1V begrenzt. Also gerade noch im tolerierbaren Bereich für den AVR und natürlich nur solange (thermisch) möglich, dann wird der Ausgang getrennt. Im Normalbetrieb verursacht der TPS2592 nur einen vernachlässigbaren Spannungsabfall (<50 Milliohm Durchgangswiderstand).

Leider hat er keinen integrierten Verpolungsschutz, sodass hierfür vorher z.B. ein zusätzlicher PMOS FET notwendig ist, aber wir wollen ja mal nicht kleinlich sein…
Es gibt übrigens noch die Variante TPS2592BL. Die schaltet den Ausgang nicht automatisch nach einer Abkühlphase wieder ein, sondern muss von der Spannungsversorgung getrennt werden (Latch off). In meinem Einsatzbereich war die TPS2592BA Variante mit Auto Retry sicherer.

Artgerechte Geländewagenhaltung

Starex1

Statt immer nur mit Kleinwagen im Kreis zu fahren, haben wir mal wieder unseren Großen ins Gelände gebracht.
Man kann auch in 3 Dimensionen Spass haben…. Den Rest der Seite lesen »

Rätselbild

Pic1 Was ist das? Den Rest der Seite lesen »

[Top Chip] Analog Devices AD7747 Capacitance-to-Digital Converter

Heute mal einen etwas spezielleren Chip: der Analog Devices AD7747 Capacitance-to-Digital Converter misst eine Kapazitätsänderung von bis zu 8pF mit bis zu 17pF Common Mode Capacitance.

Ist etwas kompliziert, also: Der Chip kann eine Kapazität von bis zu 17pF, die sich durch irgend einen Effekt um max. 8pF vergrößert oder verringert, messen. Und zwar, jetzt wird es interessant, mit 20aF (atto = 10−18) (!) Auflösung und einer absoluten Genauigkeit im fF (femto = 10−15) Bereich. Der Einsatzbereich dieses Chips sind also kapazitive Sensoren aller Art. Die können auch etwas weiter entfernt angebracht werden, der AD7747 kann eine Abschirmung anregen. Dann ist aber der Einsatz von Triaxkabeln mit den hierfür notwendigen sehr teuren und aufwändig zu montierenden Steckern empfehlenswert. Man kommt also in Bereiche, in denen das Basteln endet und die echte Elektronikentwicklung beginnt ;-)

IPC CID

Da es nur sehr wenige Infos zur Prüfung zum IPC Certified Interconnect Designer gibt, hier ein paar Hinweise.

Die “IPC – Association Connecting Electronics Industries” ist ein internationaler Fachverband der Leiterplatten- und Elektronikindustrie. In dieser Funktion bietet sie u.A. die weltweit einheitliche Zertifizierung zum IPC Certified Interconnect Designer an, eine in der Industrie hoch anerkannte und fachlich nicht zu unterschätzende Prüfung mit zugehörigem einwöchigen Kurs. In diesem Artikel will ich kurz von meinen Erfahrungen dazu berichten.

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[Top Chip] Vishay MPM Divider

Streng genommen handelt es sich bei der MPM-Serie von Vishay Dale nicht um einen Chip, sondern um ein passives Bauteil. Macht aber nichts, ist trotzdem hochinteressant: Die MPM sind Widerstandsnetzwerke mit verschiedenen Werten im SOT-23 Gehäuse. Zwar ist die absolute Toleranz mit 0,1% (oder 0,05%, wenn man viel Geld hinwirft) an sich nichts besonderes, aber die beiden Widerstände sind auf 0,05% (oder auf Wunsch auch auf 0,01%) genau gematcht und haben zudem ein sehr ähnliches Temperatur- und Zeitverhalten. Der Baustein ist somit ideal für hochpräzise Spannungsteiler oder zum Einsatz im Feedbackpfad bei Hochpräzisionsverstärkerschaltungen.

Natürlich gibt es ähnliche Produkte auch von anderen Herstellern. Erwähnenswert ist die LT5400 Serie von Linear Technologie mit 4 gematchten Widerständen in einem MSOP-Gehäuse. Die kann man z.B. zum Aufbau von Instrumentenverstärkern oder bei (Howland) Stromquellen gut gebrauchen.

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