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Hyundai Starex 4WD 2.5 CRDi

Nach langer Zeit wiedermal ein kleiner Eintrag: Wir haben ein neues Campingauto, und zwar einen

Hyundai Starex 4WD 2.5 CRDi. Kennt ihr nicht? Macht nix, erklär ich euch!

Der Starex in der Allradausführung ist ein ziemlich seltenes Exemplar auf unseren Straßen und in seiner Konzeption fast einzigartig. Er ist eine Weiterentwicklung des Mitsubishi L400/Space Gear, einem auf dem Mitsubishi Pajero V20 basierendem Kleinbus mit Allradantrieb.

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Aufgrund seiner Abstammung von einem „echten“ Geländewagen hat er im Gegensatz zu anderen Kleintransportern mit Allradantrieb eine schön kurze Untersetzung (2,48:1) und noch ein paar andere Details (Differentialbremse etc.), die im Zweifelsfall im Gelände entscheidend sein können.

Der Motor ist eine Eigenentwicklung von Hyundai mit 2,5l Hubraum, Common-Rail Direkteinspritzung (das erklärt die Motorbezeichnung) und völlig ausreichenden 140PS. Nicht ganz leise laufend, aber schön kräftig, unkompliziert und für ein Fahrzeug dieser Größe und mit diesen Fähigkeiten sogar recht sparsam (Durchschnitt 9l/100km).

Im Innenraum gibt es viel Platz (Laderaummaße ca. 210x155x125) und bis zu 7 Sitze, die hintere Bank ist aber durch ein Bett ersetzt worden, doch dazu später mehr.

Nachteile dieses Fahrzeuges sind das sehr eingeschränkte Zubehörprogramm (da selten), die Rostanfälligkeit und der zu kleine Tank (nur 40-50l sinnvoll nutzbar).

Im Laufe der Zeit wird es immer mal wieder Einträge zur Aufrüstung geben, denn der erste ernsthafte Geländetest beim Globetrotter Treffen am Erzberg hat ein paar Punkte mit Verbesserungspotenzial aufgezeigt:

Test im Gelände

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Der vordere „Unterfahrschutz“ ist eine Plastikwanne. Zwar erstaunlich robust, aber für ernsthafte Einsätze eher ungeeignet. Da muss was Metallisches dran! UPDATE: Die Plastikwanne wurde durch einen 3mm Stahl SHERIFF Unterfahrschutz ersetzt.

Aufgrund der Postion der hinteren Klimaanlage ist er etwas wasserscheu, die Wattiefe ist also begrenzt (laut Hyundai max. bis zur Höhe der Radnaben).

Die serienmäßigen Trittbretter hängen viel zu tief und ruinieren die für ein Fahrzeug dieser Größe beeindruckende Bauchfreiheit. Also runter damit und durch Schwellerschutzrohre / Rockslider ersetzen. Nach einer Lösung dass man trotzdem bequem einsteigen kann wird gesucht, vor allem da die Befestigung recht aufwändig ist. UPDATE: Trittbretter sowie die vordere und hintere Zierstoßstange sind entfernt.

 

Kurzer Nachtrag: Unser Schlafausbau

An den Originalbefestigungspunkten der dritten Sitzreihe haben wir ein Gestell aus L-Profilen verschraubt. Darunter bleibt in der Höhe noch ca. 36cm Platz für Staukisten.

Stahlgestell

Stahlgestell

Die mittleren Einzelsitze werden einfach in die Liegestellung gebracht und dienen als Auflage.

Das Bett haben wir aus mehrfach verleimten und wasserfest lackierten Holzplatten gefertigt. Ein angepasster Lattenrost verbessert den Schlafkomfort und die Hinterlüftung deutlich. Im Bild fehlen einige Latten im hinteren Bereich.

Klappbares Bett

Klappbares Bett

Die vorderen Teile sind einzeln nach hinten klappbar, sodass die Einzelsitze noch benutzbar sind. Durch die asymmetrische Konstruktion ist das Bett auf der Beifahrerseite um ca. 20cm kürzer, was am Fußende Platz für ein Porta Potti Qube 335 schafft. Ein enormer Komfortgewinn und vor allem nachts und / oder bei schlechtem Wetter unbezahlbar.

Über das Ganze kommt noch eine leicht modifizierte Matratze eines schwedischen Möbelhauses.

 

5 Antworten

  1. Harald

    ganz ehrlich? Ich sehe keinerlei Sinn darin, die Natur zu verängstigen, dass Tiere im wilden Galopp, panikartig den Wald verlassen, nur weil einige Technikfreacs unbedingt zeigen müssen, dass sie am abgelegensten Ort mit ihrem Auto Camping machen können. Und das zu max. 5% der Zeit, wo dieses Auto bewegt wird.

    Mit einem Fahrrad oder zu Fuß mit der Mucke am Ohr betreibe ich schon genug Waldfrefel.

    So etwas gehört nicht in unserer Zeit……..

    04/12/2012 um 11:36

    • Luky

      Schon mal eine Flugreise gemacht? Erdbeeren im Winter gegessen? Ein Elektrogerät gekauft, obwohl das alte noch ok war? Oder gar einen Neuwagen? Transporte mit Binnenschiffen verursacht? Mit Strom geheizt? Keine Rechtschreibkontrolle vor dem posten durchgeführt? [Beleibig lange Liste an weit verbreiteten „Umweltsünden“ hier einfügen…]
      Man sollte sehr vorsichtig sein, wenn man andere Menschen als Umweltsünder bezeichnet.
      Besonders lustig wird es, wenn vermeintliche moralische Überlegenheit noch mit Unwissenheit kombiniert wird:
      Die Bilder entstanden in einem abgesperrten Tagebaugelände (Erzberg in Österreich) das an diesem Wochenende für Geländewagenfahrer geöffnet war. (http://www.offroadtrucks-austria.com/index.html)
      Die „Natur“ haben wir also nicht verängstigt.

      04/12/2012 um 17:23

  2. Hans Vollmeyer Sen.

    Hallo Lucky!

    Willkommen im Kreis der Gelände-(Fahr)wanderer. Der Starek ist ja wesentlich geländegängiger, als man glaubt🙂

    Erzberg ist schon ein Pflichtereignis! Ich fahre auch jedes mal das Fahrtraining mit, man sieht immer wieder etwas Neues.

    @ harald: bist im falschen Film …

    Liebe Grüße aus Graz!

    kawahans

    16/01/2013 um 07:21

    • Luky

      Danke kawahans!
      Gut, dass es noch „normale“ Menschen gibt😉
      Der Starex ist nicht mein erster Geländewagen, aber der erste mit Schlafgelegenheit.
      Seine Fähigkeiten verblüffen viele, auch wenn er natürlich seine Grenzen hat (Vorderachse, Schutzelemente).

      16/01/2013 um 14:24

  3. Schlicksurfer

    Moins

    Klar kann man alles ins Extrem treiben, so wie es Harald sehr plastisch zeigt.

    Man kann aber auch sich zum Beispiel nachts (oder sogar tagsüber) mit dem Auto in den Wald stellen (ganz ohne Musik) und wird feststellen, dass innerhalb ganz kurzer Zeit die Fauna einen weitgehend komplett ignoriert.
    Und um -manchmal- dorthin zu kommen, ist so ein Allradbus richtig nützlich.

    07/04/2014 um 08:44

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